Herzlich Willkommen in St. Martinus Holzheim

Liebe Gemeindemitglieder, liebe Leserinnen und Leser
unserer gemeinsamen Pfarrnachrichten!

Mein Vorwort möchte ich in diesem Jahr mit einer kleinen etwas makabren Geschichte beginnen:
"Ach", sagte die Maus, "die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so weit und breit, dass ich Angst hatte; ich lief weiter und war glücklich, dass ich endlich links und rechts in der Ferne Mauern sah. Aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, dass ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe." - "Du musst nur die Laufrichtung ändern", sagte die Katze - und fraß sie.
Diese Fabel ist ein Bild für unser Leben. Zuerst liegt es vor uns, voll unendlicher Möglichkeiten, fast zum Erschrecken. Dann finden wir allmählich unseren Platz und richten uns ein. Aber mit den Jahren wird es immer enger und die Gewissheit immer deutlicher: Wir laufen auf das Ende zu, auf den Tod. Im letzten Zimmer steht dann die Falle. Kein Ausweichen ist möglich, keine Richtungsänderung hilft: vor uns die Falle, die zuschnappen wird, und hinter uns die Katze, die uns frisst, wenn wir der Falle zu entgehen suchen. So empfinden viele Menschen das Leben: als ausweglosen Lauf in den Tod.
Im Grunde stimmt das Bild. Am Ende unseres Lebens, und das ist todsicher, steht wirklich der Tod, und niemand kann ihm entrinnen.

Wie ein scharfer Kontrast dazu klingt das, was wir in unseren symbolreichen österlichen Gottesdiensten in immer neuen Worten und Bildern feiern und bekennen: Der Herr ist wahrhaft vom Tode auferstanden. Jesus lebt, der Tod ist besiegt! Der am Kreuze starb, ihn hat der Vater auferweckt!

Das ist nicht irgendeine christliche Aussage von vielen. Das Neue Testament lässt darüber gar keinen Zweifel aufkommen: Die Botschaft von der Auferstehung Jesu ist das absolute Fundament unseres Glaubens, das Herzstück, die Mitte.
Von Ostern, von der Auferstehung geht alles aus. Weil der Herr auferstanden ist, gibt es uns Christen, gibt es die Kirche, gibt es die 7 Sakramente. Deshalb hat uns jemand einmal zu Recht als Osterleute bezeichnet. Eine sehr schöne Definition.
Tod und Auferstehung Jesu sind für uns der Grund unseres Seins, die Quelle all unserer Hoffnung, der Ursprung allen Heils.
Im Gegensatz zur Maus wissen wir, dass unser Leben nicht mehr aus-weglos in der Falle oder in den Krallen der Katze endet, sondern, dass sich im letzten Zimmer eine Tür auftut: eine Tür - nicht zurück ins alte Leben, sondern hinein in Gottes unabsehbare Zukunft, in sein ewiges, himmlisches Reich.
Jesus hat uns die Tür geöffnet, durch die er selbst gegangen ist. Was der Vater an ihm getan hat, wird er auch an uns tun.
Deshalb singen wir es am Schluss auch mit großer Freude: "Jesus lebt, mit ihm auch ich!" Amen! Halleluja!
Ich wünsche allen Gemeindemitgliedern auch im Namen des ganzen Seelsorgeteams und aller Gremien ein gesegnetes Osterfest 2017 und die Erfahrung des Auferstandenen im eigenen Leben.
Jesus Christus ist wahrhaft auferstanden - er lebt! Halleluja!

Ihr und Euer Pastor Michael Tewes












 

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