Herzlich Willkommen in St. Martinus Holzheim

Liebe Gemeindemitglieder in unserer Pfarreiengemeinschaft

Egal, ob es Karneval, Fastnacht oder Fasching heißt. Alle drei Begriffe bedeuten,
dass die Menschen feiern wollen, bevor die Fastenzeit beginnt.
Das Wort "Karneval" kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Carne vale", also "Fleisch - lebe wohl"
und gibt einen guten Hinweis darauf, worum es geht.

Denn in der Fastenzeit aßen die Menschen früher 40 Tage lang kein Fleisch, keine Eier und keine
Milchprodukte. Auch heute verzichten viele in der Fastenzeit auf liebgewonnene Gewohnheiten,
zum Beispiel auf Süßigkeiten, Fernsehen, Playstation spielen..
Das fällt leichter, wenn man vorher nochmal richtig auf den Putz hauen darf.

Karneval beginnt am Dreikönigstag

Die Karnevalszeit beginnt nicht erst mit dem Straßenkarneval in diesem Jahr Anfang
März, sondern schon am 6. Januar - dem Tag der Heiligen Drei Könige. Bei einer unserer Krippen-
fahrten in den vergangenen Jahren nach Köln begegneten wir beim Abschlussessen in einem
Kölner Brauhaus, dem großen Kölner Dreigestirn, das sich auf seinen ersten Auftritt vorbereitete.
Krippchen schauen tagsüber und abends Karnevalsmusik und ein Gläschen.... dazu, das passte.

Auch heute finden im Januar schon viele Karnevalspartys und -sitzungen statt. Höhepunkt ist
aber der Straßenkarneval. Er beginnt an Donnerstag mit der Weiberfastnacht und endet am
Karnevalsdienstag, in unserer Nachbarstadt Mönchengladbach auch Veilchendienstag genannt.
In diesen Tagen gibt es in den Karnevalshochburgen lange Umzüge mit bunten Fußgruppen und
prächtigen Wagen. Aber nicht nur dort. In unseren Gemeinden laden die Karnevalisten am
Sonntag zum Tulpensonntagszug nach Grefrath (14.11 Uhr) ein und am
Montag zum Rosenmontagsumzug nach Holzheim (11.11 Uhr).

Auf den Plätzen und den Straßen singen und tanzen die Menschen in wildesten Kostümen
und auch in den Schulen und Kindergärten finden Karnevalsfeiern statt und die Kinder kommen
verkleidet zu den Gottesdiensten (das hoffen wir jedenfalls und reuen uns darauf!!).

Es gibt ein Karnevalslied, das heißt "Am Aschermittwoch ist alles vorbei" . Und so ist es dann auch.
Dienstag nach Rosenmontag ist der letzte Tag des Straßenkarnevals, dann beginnt mit dem
 Aschermittwoch die Fastenzeit. In den darauffolgenden Wochen laden wir alle Christinnen und Christen
ein, sich auf Ostern und die Auferstehung Jesu vorzubereiten: fasten, sich sammeln, sich besinnen,
vor der eigenen Haustüre kehren und Gutes tun. Geister statt Clowns

Es gibt noch einen anderen Grund, warum wir bis heute Karneval feiern. Der hat nichts mit dem katholischen
Glauben zu tun, sondern mit den Frühlingsfesten in früheren Zeiten. Schon lange vor der Geburt Jesu,
verkleideten sich die Menschen am Ende des Winters als Geister und Dämonen. In einem großen Spektakel
wurden sie dann symbolisch aus den Städten und Dörfern vertrieben.


Schellen und Trommeln sollten dabei die Frühlingsgeister wecken. Auch heute noch gibt es viele Städte im Süden Deutschlands, in denen die Fastnacht - oder Fasnet, wie es dort heißt - auf diese Weise gefeiert wird. Schau-
rige Gesellen ziehen lautstark durch die Straßen. Ihre Masken werden kunstvoll aus Holz geschnitzt und
bemalt und auch die Kostüme sind sehr aufwendig und schön, so dass sie jedes Jahr wieder angezogen werden.

Ich wünsche Ihnen, egal wo und ob Sie feiern, eine gute und fröhliche Zeit und ich wünsche Ihnen
nach den tollen Tagen, die Gelegenheit, Zeit für sich selbst zu finden, zum Nachdenken.

Ihr und Euer Pastor
Michael Tewes

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