Herzlich Willkommen in St. Martinus Holzheim

Liebe Gemeindemitglieder!


Wege gehen wir tagtäglich, ob zum Einkaufen, zum Arzt, zur Arbeit oder wenn wir jemanden besuchen.
Sich auf den Weg machen bedeutet, von zu Hause aufzubrechen, die Türe und damit das Vertraute
hinter sich zu lassen, um zu einem Ziel zu gelangen. Manche Wege gehen wir gerne. Wer freut sich
nicht auf eine Reise, beim Wandern die Natur zu genießen oder wer genießt es nicht, sich mit Freunden
zu treffen.

Manche Wege können aber auch ganz schön beschwerlich sein, wenn zum Beispiel ein Krankhausaufenthalt gesundheitlich notwendig wird, oder ein lieber Mensch verstorben ist und ich ihm das letzte Geleit gebe.
Es kann ganz schön bedrückend sein, einen trauernden Menschen aufzusuchen, um ihn zu trösten und in der schweren Situation beizustehen. Das sind Zeiten, in denen der Weg, der vor einem liegt, nicht einfach ist.
Der Weg - er ist auch ein Symbol für unser Leben an sich. Nicht umsonst sprechen wir von einem „Lebensweg“.

Die Zeit, die uns für diesen Lebensweg gegeben ist, können wir gestalten.
Die Lesungen der Adventszeit machen uns Mut, unserem Lebensweg ein Ziel zu geben. Dieses Ziel ist Jesus Christus selbst. Hören wir auf die großen Propheten, die das Ankommen des Menschensohnes verkündigen?
„Bereitet dem Herrn den Weg, was krumm ist soll gerade werden!“
Das heißt, dass ich alles beiseiteschaffen darf, was mich hindert, Gott in mir wohnen zu lassen.

So ist die Adventszeit eben mehr als eine Zeit für Glühwein und Plätzchenduft. Sie ist eine Zeit der innerlichen Vorbereitung auf Christi Geburt, eine Zeit der  Umkehr und Neubesinnung.
Ich wünsche Ihnen und Euch allen im Namen des Seelsorgeteams in diesem Sinne eine gesegnete  Advents- und Weihnachtszeit.


Ein Gebet zum Advent sagt:

HERR, brich ein in unser Leben, das geprägt ist von Angst und Ohnmacht, von Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, von Kälte und Hartherzigkeit.
 
HERR, brich ein in unsere Welt des Ständig-Leistung-erbringenMüssens, der gnadenlosen Konkurrenz, des gierigen Strebens nach Gewinn. 
 
HERR, brich ein in unsere Welt der verschobenen Werte: Wir sind geneigt, zu verschwenden, anstatt zu teilen.
 
 Wir isolieren uns häufig, anstatt solidarisch zu sein.
 Uns liegt mehr daran, zu besitzen, als etwas zu sein.
 
HERR, brich uns Menschen auf, brich unsere Herzen auf, brich unsere Seelen auf, bringe uns das Licht Deines Geistes, damit wir dem Menschen und dem Leben wieder mehr Raum geben!
 
HERR, komm DU zu uns herab, denn in DIR ist Hoffnung für eine bessere Welt, Zuversicht in ein menschenwürdiges Leben und Wärme für ein sinnvolles Menschsein. 
                     

Ihr und Euer                     
Pastor Michael Tewes






 

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